Osteoporose kann alle betreffen
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört die Osteoporose zu den 10 bedeutendsten Krankheiten der Welt.Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels unter der nach älteren statistischen Untersuchungen alleine in Deutschland mehr als 7 Mio. Menschen leiden. Jede dritte Frau nach den Wechseljahren ist von Osteoporose betroffen. Osteoporose betrifft aber auch Männer in zunehmendem Maße.
Was versteht man unter Osteoporose?
Die Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochenstoffwechsels, die sich durch einen Rückgang der Knochendichte und einer langsamen Zerstörung der Knochensubstanz äußert. Dadurch verliert der Knochen an Stabilität und wird anfälliger für Brüche. Diese treten dann bevorzugt an der Wirbelsäule auf, können aber auch das gesamte Skelett betreffen. Frauen leiden deutliche häufiger unter Osteoporose als Männer, so sind in Deutschland 20-40 % aller Frauen in und nach den Wechseljahren davon betroffen.Wie funktioniert der Knochenstoffwechsel?
Der Knochen des Menschen ist ein lebendes Gewebe. Er unterliegt einem ständigen Auf-, Ab- und Umbau durch knochenaufbauende Osteoblasten und knochenabbauende Osteoklasten. Vereinfacht dargestellt, besteht der Knochen aus einer soliden äußeren Wand (Kompacta), die innen von einer schwammartigen Struktur aus Knochenbälkchen und Hohlräumen (Spongiosa) ausgefüllt wird. Die Vernetzung der Knochenbälkchen untereinander sichert, wie bei einer Dachkonstruktion, eine hohe Stabilität. Im gesunden Knochen herrscht ein Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und Knochenabbau. Für dieses Gleichgewicht ist eine ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen (z. B. Calcium) erforderlich. Daneben spielt das Vitamin D eine wichtige Rolle. Nach dem 35. Lebensjahr beginnt selbst im gesunden Organismus ein langsamer Verlust der Knochenmasse. Der Knochen nimmt daneben nicht nur als Baustein für eine stabile Knochensubstanz, sondern es dient auch als wesentlicher Calciumspeicher. Besteht ein Calciummangel in der Nahrungszufuhr, wird bei einem Absinken des Blutcalciumspiegels Calcium zu einem Rückgang der Knochendichte führen.Knochenstoffwechsel im Ungleichgewicht:
Osteoporose bedeutet eine Störung im Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau. Verschiedene Ursachen können dem zugrunde liegen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei wesentlichen Formen der Osteoporose: Die sekundären Formen der Osteoporose sind oft Folgen vorheriger, meist internistischer Erkrankungen. Aber auch übermäßige Zufuhr von Genußgiften (Alkohol/Nikotin) können mitursächlich bei der Entstehung einer Osteoporose sein. Weitere Risikofaktoren können durch die genetische Veranlagung, Untergewicht, Dauermedikation (z. B. Cortison), Bewegungsmangel, Vitamin-D-Mangel, Verzehr von calciumraubenden Lebensmitteln gegeben sein. Ein Rückgang der Sexualhormone Östrogen und Testosteron im Rahmen der Wechseljahre kann ebenfalls zu einem gesteigerten Knochenabbau führen. Aufgrund der Menopause und der damit verbundenen Hormonumstellung sind Frauen deutlich häufiger von Osteoporose betroffen als Männer.Abklärung der Osteoporose:
Da die Risikofaktoren und individuellen Voraussetzungen sehr verschieden sind, ist eine gezielte ärztliche Untersuchung zu empfehlen. Neben der klinischen Untersuchung kann eine gezielte Messung der Knochendichte durch Osteodensitometrie, gegebenenfalls ergänzt durch Laboruntersuchungen Klarheit verschaffen, ob eine Osteoporose vorliegt. Das rechtzeitige Erkennen und Auseinandersetzen mit der Osteoporose führt zu einer zeitnahen Therapieeinleitung, mit dem Ziel dem Knochenabbau entgegenzuwirken und Frakturen zu verhindern.Therapie der Osteoporose:
Die Therapie/Vorbeugung der Osteoporose beruht zunächst auf folgenden Prinzipien: Knochenfreundliche Ernährung mit ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr, Sonnenlicht zur Vitamin-D-Aktivierung, meiden von Genußgiften und regelmäßiger Bewegung/Muskeltraining.Eine spezifische medikamentöse Therapie erfolgt individuell nach strengen wissenschaftlich belegten Leitlinien über mehrere Jahre hinweg und wird durch den osteologisch tätigen Arzt überwacht und begleitet.









